Sepulcrum Mentis
Fünfzehn Jahre Super-Goth-Rock-Inferno


Fünfzehn Jahre Sepulcrum Mentis - wahrlich ein Grund zu feiern! Was am 9. November 1990 mit dem ersten Auftritt als Schülerband in einer Aula in Zehlendorf begann, kann wohl heute mit Fug und Recht den Titel „dienstälteste und beständigste Gothic-Band Berlins" für sich beanspruchen. Einen Ruf, welchen die Formation mittlerweile zweifelsohne weit über deutsche Grenzen verteidigen kann, denn kaum eine andere deutsche Goth-Band ist wohl international so viel getourt, hat so viel skurrile Plätze gesehen und sich ihren Status über geniale Konzerte rund um den Globus erspielt wie die Berliner um Sänger und Gitarrist Marty Kasprzak, dem bis heute unangefochtenen Kopf der Band. Fünfzehn Jahre, das heißt vier Alben, unzählige Samplerbeiträge und fast genau so viele LineUp-Wechsel. Doch Sepulcrum Mentis, was soviel wie „Grabmal des Geistes“ heißt, haben sich stets behauptet und damit unzählige Weggefährten aus den 90ern, an deren Namen man sich teilweise heute nicht einmal mehr erinnert, überlebt.

Zeit, etwas zurück zu blicken und ein paar High-, aber auch Lowlights aus der Band-History Review passieren zu lassen. Marty Kasprzak zieht mit uns Bilanz aus 15 Jahren Sepulcrum Mentis...

Etoile: Marty, mit welchem Gefühl blickst Du auf die bisherige Zeit zurück? Was ist Dir besonders in Erinnerung geblieben in den 15 Jahren?

Marty: Eigentlich blicke ich mit einem durchweg positiven Gefühl zurück, da die schönen Momente die Negativen eindeutig überwiegen. Absolute Highlights für uns waren sicherlich Auftritte, wie der in Madrid im Jahre 1997, vor 500 Fans, die jedes Wort mitgesungen haben, sowie die beiden Auftritte im größten Underground Club von Palma de Mallorca, Sonotone, mit Special Feature in TV Baleares, aber sicher auch der Auftritt auf der Castle Party in Bolkow 1999 vor 3500 Leuten. Aber es gab - wie bei jeder Band - auch Tiefschläge, wie ein Konzert in Leverkusen 2003 mit drei (!) zahlenden Gästen oder ein geplatzter Gagenscheck vom Sacrosanct Festival in London 1998 (immer nur Bargeld nehmen!). Ansonsten ist uns nichts wirklich Schlimmes passiert, wir hatten doch größtenteils Glück.

E: Ihr habt viele Bands, die mit Euch gestartet sind, überlebt. Was ist Dein Rezept oder Dein Tip an andere Bands, um zu bestehen und sich nicht unterkriegen zu lassen?

M: Da gibt es eigentlich keins - nur der Spaß an der Musik. Wenn ich den, sowie eine gewisse Getriebenheit, mich künstlerisch zu verwirklichen, nicht hätte, würde es Sepulcrum Mentis bestimmt nicht so lange geben. So klischeebehaftet das auch klingen mag: You gotta live the Rock'n'Roll... und das heißt weder, dass man sich die Birne zudrogen muss, noch, dass man den großen Star raushängen lassen sollte... vielmehr sollte man die Musik fühlen und leben.

E: Was ist von SM denn als nächstes zu erwarten?

M: Wir haben bereits ein neues Album zur Hälfte fertig, das erstens produktionstechnisch unseren bisherigen Releases um Lichtjahre voraus ist, und zweitens sehr viel roher und ungeschliffener daher kommt - eher so, wie wir auch live rüberkommen. Wir werden uns bemühen, das Ganze spätestens Mitte 2006 fertig zu haben!

Am 9.12. werden Sepulcrum Mentis (+ Special Guests: Age Of Heaven & Plush Insane (neue Band der Ex-The Chain-Leute!)) im K17 ihren Jubiläums-Gig zum 15-jährigen Bestehen spielen. Danach wird es die Band für einen längeren Zeitraum nicht mehr live zu sehen geben. Einer von vielen Gründen also, sich das nicht entgehen zu lassen!

(Homepage - Link)


christian pommerening


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