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Faderhead - FH1 Accession/Indigo
 Sympathien verdient die vorliegende brandneue Electro-Band nicht nur durch den angenehm pragmatischen Albumtitel und die Tatsache, dass hier elegant sämtliche Klischees der aktuellen EBM-Szene umschifft werden - kein verzerrtes Gebrüll, keine NS-Samples, keine Menschenfresser-Lyrics. Musikalisch basiert Faderhead auf EBM, dezentem Futurepop und einer ganzen Menge Electroclash. Der große Hype um E-Clash ist allerdings auch schon wieder ein paar Jahre vorbei; die Sounds klingen auch nicht authentisch genug nach den 80ern, um diesem Genre noch einmal etwas Leben einzuhauchen. Zudem hätten dem Album mit dem auffallend stylischen Artwork und den gelungenen Promo-Shoots ein paar mehr schräge Elemente, beziehungsweise wirklich analoges 80er-Equipment sicherlich gut getan. Auf der Habenseite jedenfalls ist ein sicheres Gefühl für schone Refrains zu verzeichnen. Außerdem positiv zu vermerken, eine ganze Menge kleinere Hits: „Naughty H“, „The Beat Has Started“(!) oder „Hey Girl“, auf „FH1“ findet sich aber kein wirklicher Überflieger-Clubhit, den es momentan wohl wirklich braucht, um auch über die Clubs hinaus Gehör zu finden. Ohnehin dürfte es schwer bis unmöglich sein, in der Welt von Techno und elektronischer Musik einen Treffer zu landen auf einem Label, das sich eher im kommerziellen Gothic-Segment einen Namen durch Bands wie :SITD: oder Diary Of Dreams gemacht hat... Fazit: Gute Electro-CD, aber keinesfalls das von Presse und Label hochgejubelte neue, ganz große Ding!
uwe
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