Dreifacher Bühnen-Horror in Berlin


Harald Harzheim, der seit zwei Jahren Essays und Kurzgeschichten für den Etoile schreibt, kehrt im Mai mit drei Produktionen in sein ursprüngliches Metier, das Theater, zurück. Zunächst präsentiert die Schauspielerin Lilith Rudhart die Erzählung "Café Cancer", die in einem Pariser Restaurant spielt, in welchem ausschließlich Krebse verspeist werden. Über die Mehrdeutigkeit des Wortes Krebs darf an dieser Stelle frei assoziiert werden (Lieferant ist das benachbarte Hospital). Lilith Rudhart serviert "appettitverderbende Leckerbissen" als Spoken-Word-Performance mit Musik. Eine Bühnenfassung von "Café Cancer" ist fast parallel dazu zu sehen. Studierende der Kreuzberger Schauspielschule theakademie haben diese - frei nach Harald Harzheims Erzählung - eigenständig unter der Leitung des Regisseurs Niksa Eterovic erarbeitet.
Das dritte Projekt ist eine Bühnenadaption von Maria Nurowskas Erfolgsroman "Briefe der Liebe". Die 16jährige Halbjüdin Elsbieta Elsner schlägt sich im Warschauer Ghetto als Prostituierte durch. Ein SS-Mann verfällt der jungen Frau und ermöglicht ihr mit gefälschten Papieren die Flucht. Im Warschau der Nachkriegszeit wird diese Vergangenheit sie verfolgen. Regie führt Birgit Wölke, ehemals Mitglied in Andrzej Worons Teatr Kreatur.

Termine:

"Café Cancer", Spoken-Word-Performance mit Lilith Rudhart
Theater Zerbrochene Fenster, Schwiebusser Str. 16
17. und 31. Mai, jeweils 20:30 Uhr

"Café Cancer", mit Studierenden der theakademie, Regie: Niksa Eterovic
Orphtheater, Ackerstr. 169/170
27. und 28. Mai, jeweils 20:00 Uhr

"Briefe der Liebe", Regie: Birgit Wölke
Theater Zerbrochene Fenster, Schwiebusser Str. 16
17. Mai bis 5. Juni, jeweils 20:00 Uhr


Thomas


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