November-Tipps
Gut weggehen in Berlin


Zwei Mutige haben im September in Pankow den Thule Klub eröffnet, da, wo bis vor einiger Zeit noch das Mad’n’Crazy war, Berliner Ecke Thulestraße. Die Betreiber setzen voll auf Tradition, an eben der Stelle gab es schon in den Achtzigern den Thuleclub, bekannt als Ostberliner Gruftietreffpunkt. Programmatisch bewegt man sich zwischen Indie, Wave, Punk, Industrial und EBM. So hat auch die viel geschätzte Angstpop-Party hier ihr neues Domizil gefunden, am 11.11. gibt es Minimal, Coldwave, New Wave und Klassiker mit Hazi & Andre.

Einen Abend vorher lädt das Drehmoment, der Plattenlieferant für Angstpopgänger, zum Labelabend in die Zentrale Randlage und präsentiert aus diesem Anlass Datafreq und Klemens live und darum herum Signograph und Benji Hanoben als DJs - Vintage- und Videogame-Sounds, New Wave, 80s Electro, Minimal - und Italo Disco - die ganze Nacht; beide Abende ein Fest für Liebhaber 80s-induzierter elektronischer Tanzmusik.

Angstpop gab es mal eine Weile in der Garage Pankow, jetzt finden da die Skeletal Remains-Abende statt, die früher im Mad’n’Crazy waren, in dem jetzt der Thule Klub ist… Zu Skeletal Remains muss man ja nichts sagen, wer Old School Goth, Post Punk, Death Rock, Indie etc. schätzt, geht da hin und hat Spaß, zumal mit der Garage der passende Ort dafür gefunden wurde. Am 25.11. treten aber außerdem noch die Post Punk-Veteranen Ausgang und die Berliner Plush Insane auf - erstere geben ihre erste Solo-Clubshow in Deutschland, letztere haben eben erst die Aufnahmen zu ihrer ersten EP beendet (Link, Link).

Die Factory feiert am gleichen Abend ihr 15-jähriges Jubiläum im Theaterdock der Moabiter Kulturfabrik und wünscht sich mehrere einhunderttausend Euro für die Sanierung des Slaughterhouse-Kellers. Bis die beisammen sind, trifft man sich weiter jeden letzten Samstag im Monat eben- bzw. übererdig zu 80er- und 90er-Wave, Gothic, Synthpop, Indie und NDW.

Überirdisch ging es im letzten Monat bei der Ørlög-Party zu: Die ersten drei Stunden des Montags-Dunckers am 9.10. standen unter dem Motto „Songs to the Siren“ und waren dem 4AD-Label gewidmet. Ähnliche Abende soll es fürderhin regelmäßig geben, so auch am 20.11. - "Sad Sadness Songs", ein Current 93-Special von 21 bis 24 Uhr, danach wie üblich; gute Musik, sagenhafte Cocktails.


Thomas


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